Masterthesen Graz

DUNCAN, Paul: Comparison of Library / Information associations in Austria and selected European countries

In this thesis the Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare (VÖB) 1 has been assessed against other European library / infonnation associations in order to detennine models of best practice that could be applied in Austria. The thesis starts by examining what are the roles of a professional association and what differentiates a professional association from a professional union. Some countries prefer to use a professional union rather than a professional association. This then influences the work undertaken by the different organisations. Where a union will be vocal in its efforts on salary and working conditions agreements, a professional association will undertake this work by promoting the profession in a concerted public relations campaign.

The countries and associations selected were respectively: Austria ( Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare -VÖB, Büchereiverband Österreichs – BVÖ, Österreichische Gesellschaft für Dokumentation und Information – ÖGDI); England ( Chartered Institute of Library Information Professionals – CILIP); Denmark ( The Danish Library Association 3 -DB), The Danish union of librarians4 – BF); Sweden -the librarians union -DIK, Librarians association of Sweden -BF; and Germany -Deutscher Bibliotheksverband -DBV. The associations are very different in terms of structures, goals, methods, strategies and membershi ps. The thesis continues by examining what the different roles of a professional association could be and how professional associations are evaluated, as detennined by existing literature. Only then do we examine literature from the different associations to detennine goals structures etc. lt is hoped that through this examination and comparison we can glean some insight into how various elements inside the VÖB could be improved.

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FINK, Stefan: Information – System – Architektur

Das VUCA Rahmenkonzept ist ein kontextuelles Konzept, das entwickelt wurde, um strategische Planung für Umgebungen zu unterstützen, die als volatil, unsicher, komplex, und ambig (VUCA) charakterisiert werden können. Bibliotheken sehen sich heute mit Veränderungen und Umbrüchen konfrontiert, die neue Bedingungen für ihre Arbeit schaffen und gegenwärtige Organisationsformen von Bibliotheken in Frage stellen.

Das VUCA Konzept, so die Argumentation, kann neue Perspektiven des Verständnisses jener Kontexte, in denen diese Entwicklungen ihren Ursprung nehmen, eröffnen, und neue Möglichkeiten des Umgangs mit VUCA-Umfeldern ermöglichen.

Zu diesem Zweck folgt auf eine eingehende Darstellung von VUCA Umfeldern, sowie jede der vier Charakteristika, gerade auch in Hinblick auf deren Relevanz für Bibliotheken, eine Untersuchung der Bedeutung für Bibliotheken in Hinblick auf deren Grundlagen.

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GINTHER, Clara Maria : VUCA – Volatile, Uncertain, Complex, Ambiguous. A contextual framework to understand new challenges for libraries and librarian

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Analyse der „Grazer Schule“, einem bis heute vieldiskutierten Phänomen der österreichischen Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts, aus der Sicht der Library and Information Science sowie der Systemtheorie von Niklas Luhmann. Auf der Basis dieser neuen Zugänge zum Thema werden zunächst zwei Interpretationen entwickelt: Zuerst erfolgt die Betrachtung der „Grazer Schule“ als „soziales System“, das sich aus Kommunikation konstituiert. Dies leitet über zur Analyse der bibliothekarischen Erschließung der entsprechenden Fachpublikationen auf der Basis der „Functional Requirements for Bibliographic Records“ (FRBR) und weiteren ontologischen Modellen aus der „FRBR family of models“. Die zweite Sichtweise stellt die „Grazer Schule“ als Teil des Kunstsystems dar und mündet in einer dokumentarischen Modellierung nach dem „CIDOC Conceptual Reference Model“ (CIDOC CRM). Beide Perspektiven werden über die objektorientierte Definition der FRBR (FRBROO) zusammengeführt, was die integrierten Betrachtung der „Grazer Schule“ als „Informationssystem“ ermöglicht. Dieses „Informationssystem“ lässt sich „architektonisch“ im Sinne des Begriffs „Informationssystem-Architektur“ beschreiben. Dieser wird anhand der Positionen von John A. Zachman und Helmut Krcmar dargestellt und ein Architekturbegriff abgeleitet, der wiederum auf die Strömung des „Strukturalismus“ in der bauenden Architektur bezogen werden kann. Basierend auf der Analyse der „Grazer Schule“ beleuchtet diese Arbeit somit die vielfachen Beziehungen zwischen Architektur, Systemtheorie und Library and Information Science und bietet einen konzeptionellen Rahmen für weitere Projekte.

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HENSEL, André: FaMi und ABID-Assistenz – quo vaditis? Vergleichsstudie zur Berufsausbildung im Archiv-. Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen (ABID) im deutschsprachigen Raum

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung auf der mittleren Qualifikationsebene im Archiv-, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen (ABID) im deutsch- sprachigen Raum, d. h. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein.

Schwerpunktmäßig werden die folgenden Aus-, Fort- und Weiterbildungs- berufe evaluiert und verglichen:

  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (FaMI) sowie Fachwirt/in für Informationsdienste in Deutschland;
  • Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in (ABI-Ass.) sowie Diplomierte/r Erwachsenenbildner/in für Bibliothekswesen und Informationsmanagement in Österreich;
  • Informations- und Dokumentationsassistent/in (I+D-Ass.) sowie Fachfrau/Fachmann Information und Dokumentation in der Schweiz und in Liechtenstein.

Zunächst werden die zahlreichen Vorgängerausbildungen im ABID-Wesen der einzelnen Länder beleuchtet. Danach erfolgt eine Darstellung der Umstellung auf die einheitlichen Ausbildungsberufe unter besonderer Berücksichtigung der Genese und der Motive.

Es folgt eine Vergleichsanalyse der verschiedenen Ausbildungsberufe im Hinblick auf die Ausbildungsschwerpunkte mit besonderer Berücksichtigung der Ausbildungsverordnungen sowie der Ausbildungs- und Unterrichtspläne.

Danach wird die Entwicklung der Ausbildungsberufe bis Mitte 2011 beleuchtet. Schwerpunkte der Darstellung sind statistische Auswertungen sowie das Zusammenspiel der für die Ausbildungen zuständigen Betriebe, Verbände, Kammern und Behörden.

Schließlich wird die aktuelle Situation der Berufsausbildungen mit den neuesten Entwicklungen beleuchtet. Dabei geht es um die neu geschaffene Fortbildungsmöglichkeit zum/zur Fachwirt/in für Informa- tionsdienste in Deutschland, dem aktuellen Angebot der Weiterbildungs- akademie Österreich, der Umstellung auf die neue Ausbildung zu Fachpersonen I+D in der Schweiz sowie die Bemühungen der Europäischen Union zur Erhöhung der internationalen Mobilität, der Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen und der gegenseitigen Anerkennung bzw. Anrechnung von Qualifikationen im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

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KANDLER, Susanne: Wissenschaftliche Recherche ≠ „Neuer Katalog“? Evaluierung des „Neuen Kataloges“ anhand von Modellen aus der Informationssuche

Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung auf der mittleren Qualifikationsebene im Archiv-, Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen (ABID) im deutsch- sprachigen Raum, d. h. in Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein.

Schwerpunktmäßig werden die folgenden Aus-, Fort- und Weiterbildungs- berufe evaluiert und verglichen:

  • Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (FaMI) sowie Fachwirt/in für Informationsdienste in Deutschland;
  • Archiv-, Bibliotheks- und Informationsassistent/in (ABI-Ass.) sowie Diplomierte/r Erwachsenenbildner/in für Bibliothekswesen und Informationsmanagement in Österreich;
  • Informations- und Dokumentationsassistent/in (I+D-Ass.) sowie Fachfrau/Fachmann Information und Dokumentation in der Schweiz und in Liechtenstein.

Zunächst werden die zahlreichen Vorgängerausbildungen im ABID-Wesen der einzelnen Länder beleuchtet. Danach erfolgt eine Darstellung der Umstellung auf die einheitlichen Ausbildungsberufe unter besonderer Berücksichtigung der Genese und der Motive.

Es folgt eine Vergleichsanalyse der verschiedenen Ausbildungsberufe im Hinblick auf die Ausbildungsschwerpunkte mit besonderer Berücksichtigung der Ausbildungsverordnungen sowie der Ausbildungs- und Unterrichtspläne.

Danach wird die Entwicklung der Ausbildungsberufe bis Mitte 2011 beleuchtet. Schwerpunkte der Darstellung sind statistische Auswertungen sowie das Zusammenspiel der für die Ausbildungen zuständigen Betriebe, Verbände, Kammern und Behörden.

Schließlich wird die aktuelle Situation der Berufsausbildungen mit den neuesten Entwicklungen beleuchtet. Dabei geht es um die neu geschaffene Fortbildungsmöglichkeit zum/zur Fachwirt/in für Informa- tionsdienste in Deutschland, dem aktuellen Angebot der Weiterbildungs- akademie Österreich, der Umstellung auf die neue Ausbildung zu Fachpersonen I+D in der Schweiz sowie die Bemühungen der Europäischen Union zur Erhöhung der internationalen Mobilität, der Durchlässigkeit zwischen den Bildungssystemen und der gegenseitigen Anerkennung bzw. Anrechnung von Qualifikationen im Rahmen der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

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KOREN-WILHELMER, Frank: Die Frage nach der Technik in der philosophischen Anthropologie der Moderne und ihre Relevanz für die Informationsethik

Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Informationstechnik und der Ethik? Und wenn ja, worin manifestiert sich dieser? Alltägl iche Fragen wie: „Welche Informationen darf man speichern?“, oder Wer ist verantwortlich für die zunehmende Datenverschmutzung im WWW?“ deuten auf eine stringente Verknüpfung zwischen moralischen Vorstellungen und digitaler Lebenswelt hin. Aber worauf ist diese Verbindung begründet? Diese Arbeit widmet sich dem Problem der Genese unserer anthropologischen und ethischen Überzeugungen und ihrer Bedeutung für die Bewertung unserer Handlungen in einem, durch die Technik sich zunehmend vernetzenden Cyberspace. Sie analysiert die Motive unseres wertgebundenen Daseins unter Rückgriff auf die Entwicklung der Disziplin der Informationsethik und deren Bedeutung für gegenwärtige Probleme wie dem des „Digital Divides“, dem des „Spamming“ und dem der „Ambient Intelligence“ etc. Dabei wird die Abhängigkeit der Wissensgesellschaft von neuen Formen der Informationsarbeit deutlich. In der hermeneutischen Konfrontation der Kriterien der praktischen Philosophie, mit denen der philosophischen Anthropologie, erweist sich der Begriff der „Person“ als Schlüssel zu einer globalen, sich an Nachhaltigkeit und Verantwortung orientierenden Weltgemeinschaft.

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LAGGER, Barbara / PIWONKA, Dijana: Virtuelle Fachbibliothek für die Grazer Slawistik – theoretische Grundlagen

Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen und wird von zwei Verfasserin nen eingereicht. Die Bedeutung einer Virtuellen Fachbibliothek erschließt sich erst in emem größeren Zusammen hang. Der theoretische Rahmen, der den Teil 1 bildet, beschäftigt sich daher mit grundlegenden Definitionen und leitet anhand des Begriffs „Informationskompetenz“ stringent ab, dass es eine Verbindung von Schlüsselkompetenzen und der veränderten Rolle einer Bibliothek in der europäischen Wissenslandschaft gibt. Als „Teaching library“ präsentiert sich die Bibliothek als Lehr- und Lernort: ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweisen sich als informationskompetent einerseits und die bibliothekarischen Angebote andererseits fördern die Informationskompetenz ihrer Benutzer und Benutzerinnen. Daher besteht eine Aufgabe der Bibliothek in einer übersichtlichen und transparenten Präsen tation der verfügbaren print- und online-Ressourcen. Ein geeignetes Instrument dafür könnte eine Virtuelle Fachbibliothek sein, wie exemplarisch anhand der Universitätsbibliothek Graz für den Fachbereich Slawistik gezeigt wird.

Das Ziel der empirischen Untersuchung im zweiten Teil der Arbeit, die sich an die Studierenden und das wissenschaftliche Personal des Instituts für Slawistik i n Graz richtet, ist einerseits die Ermittlung und Darstellung des aktuellen Informationsverhaltens und Informationsbedarfes, was Fragen nach der Akzptanz bereits bestehender Dienstleistungen einschließt, andererseits sollten der Ken ntnisstand bezüglich elektronischer Informationsquellen und insbesondere die Erwartungen der Benutzerinnen an eine Virtuelle Bibliothek miterfasst werden.

Die Ergebnisse der Benutzerbefragung können dazu beitragen, das Leistungsangebot der Fachbibliothek sowohl im konventionellen als auch im elektronischen Bereich den aktuellen Bedürfnissen ihrer Nutzer anzupassen. Außerdem werden Wünsche bezüglich einer „Grazer“ Virtuellen Fachbibliothek für Slawistik als Erweiterung des Dienstleistungsangebotes erhoben u nd unter Berücksichtigung von Inhalt, Sortierungskriterium, Relevanz einzel ner Nutzungskriterien und bevorzugter.Sprache dargestellt.

Der Aufbau einer solchen Virtuellen Fachbibliothek für Slawistik selbst ist allerdings nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

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LEOPOLD, Elmar: Der Nachlass „Josef Otto Lämmel“ an der Stermärkischen Landesbiblothek – die systematische Erfassung eines Nachlasses anhand eines praktischen Beispiels

Die vorliegende Master Thesis erfasst den Nachlass Lämmel zum ersten Mal systematisch, macht ihn somit einer weiteren inhaltlichen Aufarbeitung zugänglich und hilft gezielte Fragen von Benutzern und Benutzerinnen zu beantworten.

Die Master Thesis gliedert sich in drei Teile:

Am Beginn der Arbeit steht ein kurzer biographischer Überblick über das Leben Josef Otto Lämmels, basierend auf Sekundärliteratur und der bei der Erstellung des Nachlassverzeichnisses gewonnen Erkenntnisse. Diese Erkenntnisse geben nur eine grobe Übersicht über die Stationen im Leben Lämmels und sein Wirken und „sollen Benutzerinnen und Benutzer an das Material heranführen, ihnen aber grundsätzlich nicht die eigene Einsichtnahme ersetzen“3.

Der zweite Teil der Thesis befasst sich mit der wissenschaftlichen Erschließung dieses Nachlasses. Dazu werden die theoretischen Zugänge zur Erschließung von Nachlässen allgemein erörtert und erläutert, wie sie anhand des Nachlasses von Josef Otto Lämmel praktisch umgesetzt wurden . Ein Teil dieser praktischen Umsetzung umfasst die Erstellung einer dem Nachlass angepassten Systematik basierend auf den „Regeln zur Erschließung von Nachlässen und Autographen (RNA)“.

Die Erfassung des Inhalts der 34 Schuber anhand der entworfenen Systematik und die damit einhergehende Erstellung eines Nachlassverzeichnisses stellen den dritten und Hauptteil der vorliegenden Master Thesis dar.

Im Anschluss daran gibt ein Werkverzeichnis der im Nachlass aufgefundenen Werke und Artikel einen zusätzlichen Überblick über das Wirken Josef Otto Lämmels.

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LOIBNER, Verena: Second Life – ein sinnvolles Instrument zur Steigerung der Attraktivität einer Bibliothek?

Die Rolle der Bibliotheken hat sich im Internetzeitalter drastisch verändert. Anforderungen und Bedürfuisse der Kundinnen haben sich gewandelt wie auch die Möglichkeiten darauf zu reagieren. Eine davon bietet die virtuelle Welt Second Life, die bereits von so mancher Bibliothek zur Präsentation und Serviceentwicklung genutzt wird.

Second Life ist ein von ihren Userlnnen selbst gestaltetes Abbild der realen Welt. Anfangs wurde sie eher zu kommerziellen Zwecken genutzt, mittlerweile dominiert der Bildungsaspekt. Einige der wichtigsten Vorzüge der zweiten Welt sind die vielfältigen Möglichkeiten der Kommunikation, der Erlebniseffekt und das große Potential, welches durch die Kreativität der Userlnnen entfaltet werden kann – durch all diese positiven Erscheinungen kann Second Life durchaus als Weiterentwicklung von Library 2.0 gelten. Nachteile ergeben sich unter anderem auf Grund der nötigen technischen Voraussetzungen und eventuell daraus resultierenden technischen Probleme.

Bibliotheken in der virtuellen Welt können zum einen ihre klassischen Dienste anbieten, zum anderen lässt sich zusätzlich das ganze kreative Potential eines neu zu errichtenden Kosmos nutzen. Trotzdem ist zu bemerken, dass die meist auf dem lnfoarchipelago angesiedelten virtuellen Bibliotheken Second Lifes hauptsächlich amerikanischen Ursprungs sind. Aus eben dieser Besonderheit ergibt sich die Frage, wieso deutschsprachige, insbesondere österreichische Bibliotheken die angebotenen Möglichkeiten nicht nutzen.

Im Rahmen dieser Arbeit wurde zuerst durch eine Befragung ein Meinungsbild von österreichischen Bibliotheksleiterinnen erstellt, anhand dessen sich einige Thesen zur bibliothekarischen Nutzung von Second Life ableiten ließen. Diese Thesen wiederum bildeten die Basis der Case Studies; fünf in Second Life implementierte Bibliotheken wurden einerseits vorgestellt, andererseits zu ihren Erfahrungen mit der virtuellen Welt bzw. der Effektivität für den realen Standort befragt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen als Hilfe für Bibliotheken dienen, an welchen ein virtueller Aufbau in der zweiten Welt angedacht wird.

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MAXL, Gerlinde: Integration von E-Learning in die Vermittlung von Informationskompetenz an der Universitätsbibliothek der TU Graz

Die vorliegende Arbeit gibt Entwicklungsvorschläge für die Integration von E-Leaming in die Vermittlung von Informationskompetenz an der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Graz. Sie soll auch der Kompetenzerhöhung im Bereich E­ Leaming an der Universitätsbibliothek dienen. Einleitend wird eine theoretische Einführung in die Themenfelder E-Leaming und Informationskompetenz gegeben. In einem kleinen empirischen Teil der Arbeit wird untersucht, welche Aktivitäten andere österreichische Universitätsbibliotheken im Bereich E-Leaming verfolgen, bevor schließlich auf die Möglichkeiten und Herausforderungen für die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Graz eingegangen wird, die sich durch die Verknüpfung von E-Leaming und der Vermittlung von Informationskompetenz ergeben.

Für die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Graz wird ein Referenzrahmen für die Vermittlung von Informationskompetenz an Studierende entworfen, der in Zukunft bei der Planung von Vermittlungsangeboten berücksichtigt werden soll. Ein wichtiger Punkt bei der Integration von E-Leaming ist die Zusammenarbeit, einerseits mit Einrichtungen innerhalb der Universität, andererseits mit anderen Universitätsbibliotheken, um nachhaltige und bedarfsorientierte Lernobjekte und Module mit guter Akzeptanz zu entwickeln. Des Weiteren sollen Universitätsbibliotheken jene Infrastruktur bereitstellen, die Studierende, die an Lehrveranstaltungen mit E-Leaming teilnehmen, unterstützt, wie beispielsweise PC­ Arbeitsplätze und Platz für Gruppenarbeiten. Es gibt im Zusammenhang mit E-Leaming auch Beschäftigungsfelder für Universitätsbibliotheken abseits der Vermittlung von Informationskompetenz, wie zum Beispiel die Beteiligung beim Aufbau einer E­ Leaming-Infrastruktur einer Universität.

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MITSCHE, Katharina: Beitrag zur strategischen Öffentlichkeitsarbeit der Universitätsbibliothek Graz durch Befragungen der MitarbeiterInnen der Fakultäten und der Bibliothek

Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden welches Image die Universitätsbibliothek bei den Mitarbeiterinnen der Fakultäten hat. Zudem soll überprüft werden, inwiefern sich das Selbstbild (Leitbild) der Bibliothek von dem Bild, das die Mitarbeiterinnen der Fakultäten von ihr haben, unterscheidet. Nach dem Vergleich von Selbst- und Fremdwahrnehmung werden Vorschläge zur Verbesserung der Kommunikation zwischen Bibliothek und Mitarbeiterinnen der Fakultäten entwickelt werden.

Die vorliegende Arbeit besteht aus einem theoretisch-deskriptiven Teil und emer empirischen Untersuchung. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Abklärung von Begriffen zum Thema Öffentlichkeitsarbeit und bietet einen Überblick darüber, was zurzeit im Bereich Öffentlichkeitsarbeit an der Universitätsbibliothek Graz geleistet wird.

Ziel der empirischen Untersuchu ng war es, herauszufinden welches Bild die Mitarbeiterinnen der Fakultäten von der Universitätsbibliothek Graz haben, wie die Mitarbeiterinnen der Bibliothek die Lage einschätzen und wie sich dieses Bild zum Leitbild verhält.

Zur Erhebung der benötigten Daten wurde ein standardisierter Fragebogen verwendet, der online an die Mitarbeiterinnen der Fakultäten und der Universitätsbibliothek versendet wurde.

Bei der Auswertung der Fragebögen zeigte sich, dass die Universitätsbibliothek Graz ihrer Rolle als Universalbibliothek und Informationsdienstleistungseinrichtung gut gerecht wird, es jedoch Handlungsbedarf in den Bereichen Kommunikation und Außenwirkung gibt.

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NEUSSL, Petra: Optimierung des Bestellprozesses in der Bibliothek der FH CAMPUS 02

Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Optimierung des Buchbestellprozesses in der Bibliothek der FR CAMPUS 02. Die Kernthemen sind die Rationalisierung, die Vereinfachung und die Trans­ parenz des Prozesses und die Sicherung der Daten. Zu Beginn werden die Ausgangssituation und ein kurzer historischer Abriss der FR und ihrer Bibliothek beschrieben. Anschließend werden die Aufga­ benstellung und die Ziele definiert. Die darauf folgende Einführung in die theoretischen Grundlagen bildet die Basis für die Erarbeitung der gestellten Ziele. Dazu gehören bibliothekarische Grundla­ gen wie die One-Person Library oder der Geschäftsgang und zusätzlich die betriebswirtschaftlichen Grundlagen des Prozessmanagements. Nach diesem theoretischen Teil startet der praktische Teil mit einer Auflistung der Bestellsituation an den restlichen Fachhochschulbibliotheken in Österreich. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse unterstützen die Annahme, dass die Problemstellung keine „fertige“, sondern eine individuell angepasste Lösung erfordert. Cm eine Optimierung zu erreichen, muss der Bestellprozess zuerst analysiert werden. Im Zuge dieser Analyse wird auch ein Blick auf den allgemeinen Bestellprozess der FR und die zur Verfügung stehenden Softwareprodukte gewor­ fen. Im anschließenden SOLL-Prozess werden die Verbesserungsmöglichkeiten, die im Laufe der IST-Analyse und durch eine mündliche Befragung unter den wichtigsten Stakeholdern aufgetre­ ten sind, eingearbeitet. Der SOLL-Prozess wird mit einer Darstellungsmethode umgesetzt, die eine technische Umsetzung erleichtern soll. Inhaltlich wurden alle Verbesserungswünsche und die Ände­ rungen bei den Softwareprogrammen berücksichtigt. Die Master Thesis wird mit einer Auflistung der kurzfristig umsetzbaren und noch offenen Ziele abgeschlossen.

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PERCHTOLD, Günther: Personalentwicklung als Managementinstrument in Bibliotheken

Das Anliegen dieser Arbeit war Personalentwicklung in den Zusammenhang von Managementfunktionen sowie in den Bezugsrahmen von Informationseinrichtungen und Bibliotheken zu stellen.

Die vorliegende Untersuchung führt zum Ergebnis, dass es im Bibliotheksbereich weitreichende theoretische sowie praktische Defizite im Handlungsfeld der Managementfunktionen und dabei insbesondere im Bereich von Personalentwicklung gibt. Mit diesem Beitrag soll der Versuch unternommen werden, die Personalentwicklung als eine Managementfunktion wahrzunehmen und den damit befassten Personen bzw. Mitarbeitern professionelle Methoden und

„Praxisorientierte Werkzeuge“ in die Hand zu geben, um diese Aufgaben strategisch, systematisch, rationell und erfolgreich erledigen zu können.

Die in der Personalentwicklung anzuwendenden Methoden, Instrumente und Maßnahmen wurden in dieser Arbeit in umfassender Weise aufgezeigt und in den Rahmen von strategieorientierter Personalentwicklung und Management gestellt, um nach einer umfassenden Bedarfsanalyse, die verschiedene Ebenen – Organisation, Mitarbeiter, etc. – enthält und die Bereiche Innen- und Außenwelt der Organisation umfasst, zu entsprechenden Personalentwicklungsmaßnahmen zu gelangen.

Die Personalentwicklung für Informationseinrichtungen- und Bibliotheken wird dabei in „gesamtheitlicher Sicht“ interpretiert, sodass die Ausgestaltung in systematischer, strategischer und prozesshafter Weise vollzogen wird und von der Bedarfsanalyse über die Konzeption, Realisierung und bis hin zur Erfolgskontrolle bzw. Transferphase reicht. Breiter Raum im Rahmen der Arbeit wird auch dem Kompetenzmanagement, der„Königsklasse des Personalmanagements“ gewidmet, das eine Methode darstellt, um eine Optimierung der jeweiligen Humanressourcen zu erreichen.

Als Resultat der vorliegenden Arbeit können die wesentlichen Problemfelder im Bereich Personalentwicklung von Informationseinrichtungen und Bibliotheken zusammengefasst werden:

Die Grundlagen von Personalentwicklung mit den Bezugsfeldern Personalmanagement, Personalplanung und den lnteressenslagen werden in den Kapiteln 1 bis 3 einer eingehenden Analyse unterzogen.

In den Kapiteln 4 und 5 werden die Möglichkeiten der organisatorischen und funktionalen Anbindung von Personalentwicklung untersucht, wobei verschiedene Parameter und Mitarbeiterzahlen die Konfiguration in entscheidender Weise beeinflussen. Im Zusammenhang mit Informationseinrichtungen und Bibliotheken kann angemerkt werden, dass zumindest eine betriebsinterne „Stabsteile“ in der Praxis eine professionelle Bearbeitung gewährleisten kann.

Die Kapitel 9 und 10 behandeln die Bereiche Management und Strategisches Management sowie die in der Praxis einsetzbaren Instrumenten zur Strategieentwicklung, um dann, ausgestattet mit einem flexiblen Methodenkompendium, zur Strategischen Personalentwicklung überzuleiten. In der Literatur existieren nur einige Beiträge zum Thema Management und Personalentwicklung. Eine weitgehende Auseinandersetzung mit dem Problemfeld Organisation und den sich daraus abzuleitenden Personalentwicklungsmethoden und -maßnahmen ist nur rudimentär nachzuweisen. Einen bemerkenswerten Versuch, Management und Bibliothekswesen zu versöhnen, bietet das Handbuch von Hohbohm, das auch die Aspekte Personalentwicklung behandelt. Für den Bereich Informationseinrichtungen und Bibliotheken lässt sich eine Personalentwicklung, die sich an Strategischen Managementrichtlinien – Bibliothekszielen, Strategischen Suchfeldern, Visionen – ausrichtet, nur in Teilbereichen nachweisen. Infolgedessen können diese Überlegungen auch als „lnteressenslage“ der jeweiligen Autoren gedeutet werden.

Die Kapitel 11 und 12 stellen die direkte Verbindung zur „Strategischen Personalentwicklung“ dar, da die „operative“ bzw. „Mikro-Ebene“ behandelt wird. Den Bezugsrahmen stellen dabei die Erhebung des Personalentwicklungsbedarfs mit den einzelnen möglichen Methoden und Instrumenten und die Zielableitung für Personalentwicklungsmaßnahmen dar.

In den Kapiteln 14 und 15 werden die Konzeption von Personalentwicklung, die Methoden und Maßnahmen näher beschrieben. Unter Verwendung der Conrad· sehen Klassifizierung – nach Nähe zum Arbeitsplatz – werden zu erst die Grundlagen erläutert und dann mögliche Anwendungsformen im Informations- und Bibliotheksbereich präsentiert.

Im Kapitel 21 „Managementfunktion Führung“ werden die Grundlagen, spezifischen Einsatzbereiche und die einzelnen Führungsmodelle und -methoden und Elemente einer nähren Beschreibung zugeführt, wobei im Zentrum der Analyse die Bipolarität (Dichotomie) der Bereiche „Strukturale“ und „Personale“ Führung mit dem Bezugspunkt Leistung bzw. Leistungserhalt oder -verbesserung und die sich dann konkret ableitenden Maßnahmen stehen. Die Bewertung des Bereiches „Führung“ in Verbindung mit „Management by Techniken“ zeigt ein differenziertes Bild: Im direkten, verhaltensorientierten Bereich im Umgang mit dem Mitarbeiter, aber auch dem Anspruch, bezogen auf anerkannte psychologische Erkenntnisse, zeigt sich eine auf niedrigem Niveau angesiedelte „Alltagspsychologie“, während im zweitgenannten Bereich, der das Hilfsmittel der „Zielvereinbarungen „enthält, durchaus zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden können.

Im Bereich der Motivation in Informationseinrichtungen und Bibliotheken, die auch direkte Bezüge zum Führungswesen hat, zeigt sich, dass die „intrinsische Motivation“ vorherrschend ist. Die Bereiche Bildung, Lernen, Weiterbildung samt den verschiedenen Rahmenbedingungen und den inhaltlichen Ausgestaltungsformen, um erfolgreich Personalentwicklung betreiben zu können, spiegeln sich im Kapitel 16 sowie Kap. 14.2. wider.

In den Kapiteln 18 und 19, die sich mit Kompetenzmanagement und Kompetenzentwicklung (der sog. „Königsklasse“ der Personalentwicklung), befassen, werden die Differenzierungen zu Qualifikation und Kompetenz herausgearbeitet. Die sog. „Handlungskompetenz“ mit den einzelnen Kompetenzklassen bzw. die in synonymer Verwendung stehenden Begriffe – Kompetenzzarten bzw. -kategorien mit den entsprechenden Teilbereichen wie Fach- und Sachkompetenz, Methoden- und Konzeptkompetenz, Psychologische Kompetenz/Personale Kompetenz, Soziale Kompetenz – werden zuerst in ihrer allgemeinen Verwendung und Wirkungsweise beschrieben, um dann in den Bezugsrahmen von Bibliotheken gestellt zu werden .

Kapitel 20 befasst sich ausführlich mit der Managementfunktion Organisation und den sich aus den „Strukturierungsprozessen“ ergebenden Problemfeldern in den Bereichen, Arbeitsstrukturierung, „Veränderungsmanagement“ samt Personal- und Organisationsentwicklung.

Die Entwicklung der Begriffe „Laufbahn-„ und „Karriere-„ sowie „Nachfolgeplanung“ wurde in Kap. 23 einer eingehenden Darstellung unterzogen. Aus heutiger Sicht der Dinge kann festgehalten werden, dass auf Grund der angespannten finanziellen Situation der Staats- und Länderhaushalte sowie der zunehmenden Steuerung, vermittelt durch „New-Public-Management“, Verwaltungseinsparungen etc. das Instrument der Nachfolgeplanung am ehesten zur Anwendung kommt.

Das Kapitel 24 „Erfolgskontrolle von Personalentwicklungsmaßnahmen“, welches ausführlich die theoretischen Grundlagen sowie die Komplexität dieses Themas, aber auch die begriffliche Fassung – Bildungscontrolling, Evaluierung etc. – beleuchtet, zeigt sich, dass die modernen, in der betriebswirtschaftlichen Literatur behandelten Methoden und Instrumente im Bibliotheksbereich keine Berücksichtigung finden. Im Mittelpunkt des Interesses steht dabei die Transferkontrolle von Lehrinhalten bzw. die Kontrolle der Kosten.

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PIWONKA, Dijana / LAGGER, Barbara: Virtuelle Fachbibliothek für die Grazer Slawistik – Benutzerbefragung und Erarbeitung der konzeptionellen Grundlagen

Die vorliegende Arbeit besteht aus zwei Teilen und wird von zwei Verfasserin nen eingereicht. Die Bedeutung einer Virtuellen Fachbibliothek erschließt sich erst in emem größeren Zusammen hang. Der theoretische Rahmen, der den Teil 1 bildet, beschäftigt sich daher mit grundlegenden Definitionen und leitet anhand des Begriffs „Informationskompetenz“ stringent ab, dass es eine Verbindung von Schlüsselkompetenzen und der veränderten Rolle einer Bibliothek in der europäischen Wissenslandschaft gibt. Als „Teaching library“ präsentiert sich die Bibliothek als Lehr- und Lernort: ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erweisen sich als informationskompetent einerseits und die bibliothekarischen Angebote andererseits fördern die Informationskompetenz ihrer Benutzer und Benutzerinnen. Daher besteht eine Aufgabe der Bibliothek in einer übersichtlichen und transparenten Präsen tation der verfügbaren print- und online-Ressourcen. Ein geeignetes Instrument dafür könnte eine Virtuelle Fachbibliothek sein, wie exemplarisch anhand der Universitätsbibliothek Graz für den Fachbereich Slawistik gezeigt wird.

Das Ziel der empirischen Untersuchung im zweiten Teil der Arbeit, die sich an die Studierenden und das wissenschaftliche Personal des Instituts für Slawistik i n Graz richtet, ist einerseits die Ermittlung und Darstellung des aktuellen Informationsverhaltens und Informationsbedarfes, was Fragen nach der Akzptanz bereits bestehender Dienstleistungen einschließt, andererseits sollten der Ken ntnisstand bezüglich elektronischer Informationsquellen und insbesondere die Erwartungen der Benutzerinnen an eine Virtuelle Bibliothek miterfasst werden.

Die Ergebnisse der Benutzerbefragung können dazu beitragen, das Leistungsangebot der Fachbibliothek sowohl im konventionellen als auch im elektronischen Bereich den aktuellen Bedürfnissen ihrer Nutzer anzupassen. Außerdem werden Wünsche bezüglich einer „Grazer“ Virtuellen Fachbibliothek für Slawistik als Erweiterung des Dienstleistungsangebotes erhoben u nd unter Berücksichtigung von Inhalt, Sortierungskriterium, Relevanz einzel ner Nutzungskriterien und bevorzugter.Sprache dargestellt.

Der Aufbau einer solchen Virtuellen Fachbibliothek für Slawistik selbst ist allerdings nicht Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

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REITHOFER, Josef: Der Dienstleistungskatalog der RESOWI-Fakultätsbibliothek Graz im Lesesaal – und Freihandmagazinsbereich – überprüfung der Umsetzung von den seit dem Jahr 2000 erteilten Verbesserungsaufträgen und den in der Literatur genannten Verbesserungsvorschlägen

Gegenstand dieser Arbeit ist einerseits der Dienstleistungskatalog im Benutzungsbereich, andererseits das Innovationsverhalten der Fakultätsbibliothek der Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität Graz. Die Ergebnisse zeigen, dass die Benutzerinnen mit dem angebotenen Dienstleistungskatalog der FB ReSoWi im Großen und Ganzen zufrieden sind, wenn auch durchaus in einzelnen Bereichen Handlungsbedarf besteht. Es wurde aber auch der Umstand offenbar, dass der angebotene Dienstleistungskatalog nicht völlig mit dem von den Benutzernlnnen erwarteten übereinstimmt; es werden mehr oder minder noch weitere Dienstleistungskataloge (Virtuelle Bibliothek, Technischer Support) erwartet, für die eigentlich andere Einrichtungen zuständig sind. Das Ergebnis zum Innovationsverhalten der FB ist, dass sich durchaus innovativ zeigt, ein Innovationsmanagement aber erst noch zu implementieren ist.

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SCHEIBL, Michaela: Das Handschriftenfragment – Eine Einführung in Ursprung und Überlieferung von „Bücherresten“ und ihre bibliothekarische Bearbeitung unter Berücksichtigung der aktuellen Inhalte und Ziele der Fragmentforschung

Handschrittenfragmente sind die Überreste mittelalterlicher Bücher, die als Bestand­ teile von Bucheinbänden – sozusagen in der zweiten Reihe des Literaturbetriebes – erhalten blieben. Ihre wissenschaftliche Bedeutung liegt in ihrem Quellenwert: Jedes Fragment steht für ein verlorenes Unikat und insgesamt kompensieren Fragmente den Totalverlust von über 90 % der mittelalterlichen Handschriften.

Der systematischen Fragmentforschung steht jedoch oft der eingeschränkte Zugriff auf mangelhaft bearbeitete Fragmentbestände entgegen. Deren Erschließung zählt somit in nächster Zukunft zu den wichtigsten, anspruchsvollsten Aufgaben der Altbuchbibliothekarinnen.

Deshalb ist es notwendig, das bibliothekarische Bewusstsein für den besonderen Mediencharakter und das Informationspotential der Fragmente zu sensibilisieren. In diesem Sinne möchte die vorliegende Master-Thesis eine umfassende Einführung in das Thema „Handschrittenfragment“ bieten, Einblicke in die Entstehung und Überlieferung der Bücherreste geben und die Grundlagen deren bibliothekarischer Bearbeitung vermitteln – dies unter Miteinbeziehung der Ziele der quantitativen, rekonstruktiven Fragmentforschung.

Um die Beschränkung auf eine rein theoretische Abhandlung zu vermeiden, wurden neben der Fachlektüre weitere Wissensquellen genutzt. Dazu zählen die praktische Auseinandersetzung mit Fragmenten an den Sondersammlungen der UB­ Graz, die Teilnahme an einem Fragmentforschungsseminar und die informativen Gespräche mit Kolleginnen, die bereits langjährige Erfahrung in der Erschließung und Erforschung von Fragmenten aufweisen.

Im Hinblick auf die Aufgabe der Bibliothekarinnen, die Fragmente auf deren weiterführende wissenschaftliche Erforschung vorzubereiten, wurde deutlich, dass eine bloße „Abarbeitung“ von Fragmentbeständen nach Mindeststandards bzw. vorgegebenen Mustern nicht genügt. Neue Erschließungsformen müssen entwickelt werden, mit deren Hilfe sich die große Fragmentmenge in absehbarer Zeit bewältigen lässt und die zudem jene Informationen bereitstellen, die den Ansprüchen der statistischen Methoden der modernen Fragmentforschung entsprechen.

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SEIDEL, Hedwig: Sind Sie hier der Bibliothekar? – und Freihandmagazinsbereich – eine Untersuchung zum Berufsbild von MitarbeiterInnen in wissenschaftlichen Bibliotheken in österreich

Aufgrund der ständigen Neuerungen im Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationswesen und insbesondere seit der Integration des Internets in die Wissenschaften ist nicht nur die Rolle der Bibliotheken, sondern auch das bibliothekarische Berufsbild Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Hierbei wird vor allem die Notwendigkeit einer Neudefinition des Berufsbildes und in weiterer Folge eine Neubetitelung desselben thematisiert. Da sich diese Diskussionen vorwiegend auf einer akademischen Ebene, beispielsweise in Fachzeitschriften, abspielen, beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage, inwiefern die Mitarbeiterinnen in Bibliotheken tatsächlich von dieser Thematik betroffen sind: hat sich ihre berufliche Rolle wirklich so stark verändert, wie es die Fachliteratur diagnostiziert? Können sie sich mit alternativen Berufsbezeichnungen identifizieren? Wo liegen heute die Schwerpunkte der bibliothekarischen Arbeit? Eine quantitative Umfrage unter Mitarbeiterinnen in Österreichs wissenschaftlichen Bibliotheken soll helfen, diese und weitere Fragen zu beantworten.

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SPROGER, Sylvia: Lernziel Informationskompetenz – eine Vision für die Bibliotheken der kirchlichen Pädagogischen Hochschulen?

Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen praktischen Teil. Der theoretische Teil enthält alle wichtigen Aspekte zum Thema IK und bildet somit die Grundlage für den praktischen Teil. In diesem kristallisiert sich anhand einer Untersuchung der Bibliothekshomepages und einer schriftlichen Befragung der Bibliotheksleiterinnen und -leiter heraus, dass die Förderung der IK noch nicht zur Bibliotheksstrategie der Bibliotheken zählt. Den Abschluss des praktischen Teils bildet daher ein Pilotmodell zur Förderung der IK, das auf den Modellen und Methoden des theoretischen Teils basiert und auf die im praktischen Teil gewonnen Erkenntnisse aufbaut. Das Modell fokussiert die Zielgruppe Bachelor-Studierende und wurde für die Bibliothek der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule der Diözese Graz-Seckau entworfen.

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STIGER, Birgit: Sinn und Unsinn eines Bibliotheksgesetzes – ein Vergleich der österreichischen mit der europäischen Situation

ZECHNER-MATSCHEKO, Evelyn, SLAMA, Clemens: Das Bibliothekspersonal mittlerer Qualifikation an Österreichs Universitäten. Historische Entwicklung, aktuelle Rolle und Aufstiegsperspektiven.

Die mittlere Qualifikationsebene der österreichischen Universitätsbibliotheken stand bisher noch nicht in jenem Interessensfokus, dass etwa ihre historische Entwicklung, die gegenwärtige Dienstrechtslage, eine Gegenüberstellung der Ausbildungsvarianten und eine Betrachtung traditioneller und möglicher neuer Arbeitsfelder in einer zusammenführenden Veröffentlichung erfolgt wäre. Die vorliegende Masterarbeit lenkt den Blick auf diese Themenbereiche, ergänzt durch den Aspekt der Aufstiegsperspektiven von Bibliothekspersonal in diesen Einstufungen.

Zwei zentralen forschungsleitenden Hypothesen wird im Rahmen dieser Arbeit nachgegangen. Die Überprüfung von FH 1 („An den österreichischen Universitätsbibliotheken ist der Anteil der Posten mittlerer Qualifikation an der Gesamtzahl der Stellen aufgrund verschiedener Entwicklungen rückläufig.“) erfolgt durch eine quantitative Erhebung in Form einer Online-Umfrage unter den Personalverantwortlichen der österreichischen Universitätsbibliotheken sowie durch eine Auswertung von Stellenausschreibungen. FH 2 („Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mittlerer Qualifikation ist eine Aufwärtsdynamik in der Hierarchie zu verzeichnen.“) wird mittels qualitativer Interviews und deren Analyse überprüft.

Darüber hinaus werden mehrere Unterhypothesen auf ihre Tragfähigkeit hin untersucht. Die Auswertungen der Online-Umfrage sowie der Stellenausschreibungen stützen die Annahme, dass der Anteil der Posten mittlerer Qualifikation im Stellenplan abnimmt. In diesem Zusammenhang spielen die starke Verortung in traditionellen Tätigkeitsbereichen und die zugleich nur geringe Einbindung in neue bibliothekarische Schwerpunkte eine Rolle. Die Interviews mit Bediensteten, vormals oder aktuell in der mittleren Qualifikationsebene tätig, zeigen deutlich die individuelle Motivation zum Aufstieg in höhere Einstufungen und den damit verbundenen Willen zu Aus- und Weiterbildung zum Erreichen dieses Zieles.

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